Fridericianum

Charles Ray kehrt nach Kassel zurück — erste große Einzelausstellung im Fridericianum

34 Jahre nach seinem Skandalwerk auf der documenta 9 ist der US-Bildhauer Charles Ray wieder in Kassel. Seit dem 22. August zeigt das Fridericianum seine erste institutionelle Einzelausstellung — zu sehen bis zum 3. Januar 2027.

Es ist eine Rückkehr mit Vorgeschichte: Charles Ray, heute 73 Jahre alt und einer der einflussreichsten Bildhauer der Gegenwart, stellt erstmals in einer eigenen institutionellen Einzelausstellung in Kassel aus. Das Fridericianum zeigt die Schau seit Samstag, dem 22. August 2026, bis zum 3. Januar 2027.

Ray arbeitet seit mehr als fünf Jahrzehnten fast ausschließlich an Skulpturen. Die Ausstellung versammelt Arbeiten aus dieser gesamten Schaffenszeit, darunter „Madonna and Child" (2026), „School Play" (2014), „Boy with Frog" (2009), „Return to the One" (2020) und „Clothes Pile" (2020).

Das Werk, das Kassel 1992 spaltete

Zur Schau gehört auch „Oh! Charley, Charley, Charley…", jene Arbeit, mit der Ray 1992 auf der documenta 9 für Aufsehen sorgte: Die Installation zeigt den Künstler achtfach in einer sexuellen Szene mit sich selbst. Die Empörung war damals beträchtlich — für viele Besucherinnen und Besucher blieb es das Werk, an das sie sich Jahre später noch erinnerten.

Fridericianum-Direktor Moritz Wesseler hatte den Künstler nach eigenen Angaben unbedingt nach Kassel holen wollen. Ray verbinde positive Erinnerungen mit Nordhessen und der documenta-Stadt.

Seine Skulpturen berühren die Menschen unglaublich.Moritz Wesseler, Direktor des Fridericianum

Öffnungszeiten und Eintritt

  • Laufzeit: 22. August 2026 bis 3. Januar 2027
  • Geöffnet: Dienstag bis Sonntag ab 11 Uhr
  • Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 4 Euro

Quelle: hessenschau.de, Bericht vom 22. August 2026.

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